Herr Dorn, wer steckt hinter D&K und wie lange gibt es Sie schon? Dorn: D&K steht für Dorn & Knaur. Die Firma gibt es seit Januar 2000. Wir sind insgesamt zu acht: zwei Chefs, zwei Landschaftsgärtner, ein Maurer, ein Gärtner aus dem Gemüseanbau und zwei Auszubildende zum Garten- und Landschaftsgärtner. Herr Knaur ist Dipl.-Geograf und seit 15 Jahren beim Garten- und Landschaftsbau. Ich habe Landschaftsgärtner gelernt, meinen Meister und Techniker gemacht und zuletzt als Bauleiter gearbeitet.
Was machen Sie hauptsächlich? Dorn: Alles rund ums Haus: Neuanlagen und Umgestaltung von Außenanlagen, Pflege und Erhaltung vorhandener Anlagen. Also Erdarbeiten, Entwässerung, Pflaster- und Steinarbeiten, Bepflanzung, Mauerbau, Holzbau, Zäune, Teichanlagen, Schwimmteiche, Rasenansaat, Spielplätze, Bewässerungsanlagen, Baum- und Strauchschnitt usw. Bei Bedarf unterstützen uns Subunternehmer.
Muss man ein großes Grundstück dafür haben? Dorn: Nein, nicht unbedingt. Ich selbst habe in meinem kleinen Gemüsegarten eine kleine Eigenkonstruktion an Bewässerung angelegt. Das geht auch gut.
Wo hat D&K sein Spezialgebiet? Dorn: Ich sehe uns als Fachfirma.Wir haben die nötige Ausbildung und wir haben auch die ausgebildeten Mitarbeiter. Es gibt nur wenige Firmen hier in der Region, die ähnlich strukturiert sind.
Was waren denn in Ihrem Job bisher die größten Herausforderungen? Dorn: Wir haben einmal einen Schwimmteich gebaut, der hatte zwei Becken, die mit Wasserfällen verbunden waren mit Spritzbeton und Naturstein, das war ziemlich aufwendig. Momentan machen wir eine große Bepflanzung in Hof mit 10.000 Bodendeckern und 100 Bäumen. Das ist auch eine große logistische Aufgabe.
Dann haben wir in einigen Privatgärten viel Naturstein verbaut. Oder für einen Kunden Sonthofener Platten mit 60 x 60 cm verlegt. Das sind hochwertige Materialien, da kostet eine Platte schon 25 Euro. Oder eine große Dachterrasse mit 200 Quadratmetern, ha haben wir zwei Wochen mit Kran und Aufzug gearbeitet. Das sind dann schon Herausforderungen.
Kann ich bei Ihnen auch Pflanzen bestellen? Dorn: Natürlich. Im Frühjahr und im Herbst bekommen wir Ladungen vorzugsweise aus Hamburg - dort ist das Europäische Baumschulzentrum - da bekommen wir unsere Pflanzen her. Man kann die Pflanzen bei uns zwar nicht anschauen, aber wenn jemand z.B. drei Linden braucht, dann kann er die bei uns bestellen.
Machen Sie außer Blumengarten auch Nutzgärten? Dorn: Blumengarten ja. Wir machen Staudenbeete, legen Blumenbeete an. Wenn der Kunde möchte, kann er es auch selbst anpflanzen. Den Nutzgarten können wir vorbereiten, die Erde verbessern. Die Anpflanzung macht dann der Kunde selbst. . Gibt es noch etwas, was Sie darüber hinaus tun? Dorn: Wir machen auch Baumfällarbeiten im Winter mit Klettertechnik - auch in Bereichen, wo man mit Maschinen und Geräten nicht hin kommt - da kann man mit Abseiltechnik auf engstem Raum Bäume fällen. Und Heckenschnitt im Winter.
Sind Sie auch manchmal „Retter in der Not?“ Dorn: Ja, es kommt immer wieder vor, dass jemand schnell einen Kubikmeter Rindenmulch braucht oder einen Kubikmeter Boden oder einen Bagger für eine Stunde oder einen Lkw. Da versuchen wir natürlich, alles möglich zu machen.
Was machen Sie nicht – wo hört Ihr Fachbereich auf? Dorn: Wir verlegen Platten – aber Treppenpodeste oder Terrassen mit Fliesenbelag sollte besser der Fliesenleger verlegen. Wir können auch ein Stück Mauer verputzen, aber größere Putzarbeiten sind nicht unser Gewerk. Große Erdarbeiten ab 100 bzw. 200 Kubikmeter, wo Erde abgetragen und weggefahren werden muss, würden wir mit Subunternehmer anbieten.
Wie gehen Sie denn vor, wenn Sie einen Garten umgestalten? Dorn: In einem ersten Gespräch versuchen wir, die Wünsche des Kunden kennenzulernen. Hat der Kunde schon eine Vorstellung, gilt es, diese heraus zu kitzeln. Dann kann man Vorschläge machen oder die Ideen der Kunden ausarbeiten.
Wenn er noch gar nicht recht weiß, was er will, sich Materialien nicht vorstellen kann, dann empfehle ich, mal durch ein Neubaugebiet zu gehen oder sich ältere Gärten anzuschauen und zu schauen, welches Pflaster, welche Pflanzen, welcher Zaun, welche Hecke gefällt. Darauf können wir dann aufbauen.
Arbeiten Sie auch mit Skizzen? Dorn: Skizzen sind eher selten, meistens haben wir Fotos. Dann wird von uns ein Angebot erstellt, damit der Preisrahmen abgegrenzt ist. Dann geht es ins Detail. Dann suchen wir zusammen mit dem Kunden die Materialien genau aus, dann kann man auch mal eine Skizze machen, wie z.B. der Teich aussehen soll.
Wovon sollte der Hobbygärtner lieber die Finger lassen? Es gibt einfache Arbeiten, für die man einfach die entsprechenden Maschinen braucht, z.B. einen Bagger oder Lkw oder eine Fräse, die der Kunde einfach nicht hat. Er könnte sie zwar ausleihen, aber wenn er noch nie damit gearbeitet hat, ist es schwierig. Das geht bei uns einfach viel schneller. Bei verschiedenen Arbeiten gibt es auch Vorschriften, die man kennen sollte. Wenn ich z.B. ein Pflaster verlege, muss ich den Boden verdichten, eine Tragschicht und Split einbauen (Dränage?) Wenn einer Geschick und Zeit hat, kann er das auch selber machen. Auch im Internet gibt es dazu viele interessante Tipps. Aber bei uns geht es einfach viel schneller und ein bisschen professioneller. Das sieht man meistens am Endergebnis.
Mit welchen Kosten muss ich denn rechnen? Dorn: Wir berechnen einen Stundenlohn von 30 €/Std.
In welchem Raum/Gebiet arbeiten Sie - wie weit reicht es? Dorn: Zu 95 Prozent sind wir im Landkreis Coburg tätig - meist im Umkreis von 30 Kilometern. Wir haben aber auch schon in Hof, Erlangen, Nürnberg und Bamberg gearbeitet.
Was macht Ihnen denn so viel Freude an Ihrem Beruf? Dorn: Ich bin immer an der frischen Luft, bei jedem Wetter. Ich arbeite mit natürlichen Materialien: Pflanzen, Erde, Steine. Es ist immer eine andere Herausforderung, ständig wechselnde Einsatzorte, immer direkter Kontakt mit dem Kunden. Und am Ende sieht man sein Werk und ist zufrieden.
Warum sollten die Kunden gerade Sie (D & K) engagieren, was macht Sie so besonders? Dorn: Wir haben die entsprechende Ausbildung und bringen eine langjährige Berufserfahrung mit (Herr Knaur 15 Jahre, ich selbst 22 Jahre Erfahrung). Wir bilden uns ständig weiter und sind kreativ. Wir haben schon fast alles gemacht: vom Schwimmteich über Holz- und Steinarbeiten bis zur Gartenplanung und -gestaltung. Wir haben einen Blick dafür, was zu dem Kunden und zu seinem Geldbeutel passt. Und wir sind sicher günstiger als ein Gartenarchitekt! |